Firmenkleidung bestellen: Größen, Mengen und Logoplatzierung
Kurz gesagt: Planen Sie pro Mitarbeiter mit täglichem Kundenkontakt drei bis fünf Oberteile, fragen Sie Größen schriftlich mit einer Maßtabelle ab und legen Sie Logo-Position und -Größe einmal verbindlich fest. Halten Sie zwei bis drei Teile gängiger Größen auf Vorrat und lassen Sie Ihr Logo beim Dienstleister speichern – dann ist jede Nachbestellung in Minuten erledigt.
Schritt 1: Wie viele Teile pro Person?
Eine einfache Formel: Anzahl Arbeitstage zwischen zwei Wäschen + 1 Reserve.
| Situation | Empfehlung pro Person |
|---|---|
| Vollzeit, Wäsche alle 2–3 Tage | 4–5 Oberteile |
| Teilzeit (2–3 Tage pro Woche) | 2–3 Oberteile |
| Schmutzige Arbeit (Reinigung, Handwerk) | 5 Oberteile + 1–2 Pullover/Hoodies |
| Messe, Event (einmalig) | 1 pro Tag des Events |
| Außenbereich in kalten Monaten | zusätzlich 1–2 Hoodies oder Jacken |
Schritt 2: Größen abfragen – ohne Chaos
Die häufigsten Fehler bei Teambestellungen: Größen werden mündlich geschätzt, Damen- und Herrenschnitte verwechselt, und Hersteller schneiden unterschiedlich aus. So geht es besser:
- Maßtabelle des konkreten Modells verteilen (Brustweite und Länge in cm), nicht nur „S/M/L“.
- Muster anprobieren lassen, wenn es mehr als zehn Mitarbeiter sind – ein Musterset in M und L reicht oft.
- Schnitt abfragen: Damen tailliert oder Unisex/Herren gerade.
- Eine Person sammelt alle Angaben in einer Liste.
Vorlage für Ihre Liste:
| Name / Kürzel | Textil | Schnitt | Größe | Anzahl | Name auf Shirt? |
|---|---|---|---|---|---|
| A. M. | T-Shirt | Damen | M | 4 | nein |
| K. Y. | Polo | Herren | XL | 3 | „Kemal“ |
Datenschutz-Tipp: Konfektionsgrößen sind personenbezogene Daten. Sammeln Sie nur, was für die Bestellung nötig ist, verwenden Sie gegenüber dem Dienstleister gern Kürzel und löschen Sie die Liste, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.
Schritt 3: Logo-Position und -Größe festlegen
| Position | Logobreite (Erwachsene) | Hinweis |
|---|---|---|
| Brust links (T-Shirt) | 8–10 cm | Ca. 18–22 cm unter der Schulternaht |
| Brust links (Polo) | 7–9 cm | Neben der Knopfleiste |
| Rücken oben | 25–30 cm | Ca. 8–10 cm unter dem Kragen |
| Nacken | 6–10 cm | Gut für Website |
| Ärmel | 6–8 cm | Für Zweitlogo oder Hinweis |
Große Größenspanne? Wenn Ihr Team von XS bis 4XL reicht, wirkt ein einheitliches Rückenlogo auf XS riesig und auf 4XL klein. Wir empfehlen dann zwei Logogrößen (z. B. XS–M und L–4XL) – das sieht auf allen Größen gleich ausgewogen aus.
Schritt 4: Farbe und Textil wählen
- Dunkle Farben (Navy, Anthrazit, Flaschengrün) verzeihen Flecken – gut für Reinigung und Handwerk.
- Helle Farben wirken frisch und freundlich – gut für Praxis, Café, Kosmetik.
- Logo-Kontrast prüfen: Hat Ihr Logo dunkle Elemente, braucht es auf dunklen Shirts eine helle Variante.
- Nachkaufbarkeit: Wählen Sie ein Modell, das der Hersteller langfristig führt – sonst passt die Nachbestellung farblich nicht mehr.
Schritt 5: Nachbestellungen organisieren
- Logo, Position, Größe, Modell und Farbe beim Dienstleister speichern lassen.
- Vorrat: zwei bis drei Teile in M, L und XL.
- Bei Austritt: Regeln Sie im Arbeitsvertrag oder per Aushang, ob Kleidung zurückgegeben wird.
- Einmal pro Jahr prüfen, ob Shirts ausgeblichen sind – ein einheitliches Bild leidet, wenn alte und neue Teile gemischt werden.
Steuer und Kosten
Typische Berufskleidung, die der Arbeitgeber stellt, ist für Mitarbeiter nach § 3 Nr. 31 EStG steuerfrei; auch Kleidung mit dauerhaft angebrachtem Firmenlogo kann dazu zählen. Klären Sie die Details mit Ihrer Steuerberatung. Kostenbeispiele finden Sie in Was kostet T-Shirt-Druck?
Checkliste vor der Bestellung
- Menge pro Person und Gesamtmenge berechnet?
- Größenliste mit Schnitt vollständig?
- Logo als Vektordatei vorhanden?
- Position(en) und Logogröße festgelegt?
- Farbe passend zum Logo-Kontrast?
- Waschtemperatur im Betrieb bekannt?
- Liefertermin mit Puffer?
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